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Ursprünge Klezmer ist ursprünglich die
Instrumentalmusik der Juden Osteuropas und eng gebunden an die jüdische
Religion und Kultur.
Klezmer hat eine
jahrhundertealte Tradition. Schon
seit dem Mittelalter zogen Klezmergruppen von Hof zu Hof, spielten bei
Volksfesten und bei christlichen
Zeremonien.
Bedeutung des Wortes "Klezmer" Das
Wort Klezmer leitet sich aus zwei hebräischen
Silben ab, klej (Werkzeug) und
semer (Lied) und bedeutet eigentlich Instrumentalmusiker.
Eine schöne übertragene Bedeutung ist: die Einheit des Musikers mit
seinem Instrument - für mich wird hiermit die Innigkeit des Ausdrucks
in der Musik deutlich.
BesetzungJahrhunderte
lang war die Geige das bevorzugte
Melodieinstrument. "Jedes Herz, besonders ein jüdisches Herz, ist
eine Fiedel.." (Scholem Alejchem).
Die MusikerObwohl die meisten Musiker Männer waren, gab es auch vereinzelt Frauen in den Musikkapellen. Die Klezmorim (Musiker) waren häufig sehr arm, oft mussten auch schon die Kinder, die ein Instrument spielten, ihren Teil zum knappen Lebensunterhalt beisteuern. Außerdem verdienten sich die Musiker zusätzlich in Berufen wie z.B. Uhrmacher, Schneider, Frisör, etwas Geld. In
der jüdischen Gesellschaft hatte die
Bezeichnung „Klezmer“ oft einen abwertenden Beigeschmack,
im Sinne von "ein
armer Schlucker“ und wie in vielen Gesellschaften
schufen sich die Musiker durch ihre charismatische Ausstrahlung
und individuelle Hochleistung Anerkennung und Respekt . Es
waren die Klarinettisten Dave Tarras und Naftule Brandwein, beide in die
USA eingewanderte Musiker, die die Klezmermusik zu neuem Ausdruck und
Virtuosität führten. Weiter
Informationen zu diesen beiden Musikern unter virtual klezmer
Chassidismus Der Chassidismus ( http://de.wikipedia.org/wiki/Chassidismus)
hatte großen Einfluss auf die Klezmermusik. Als Überlebende des Holocaust viele chassidische Melodien in die USA brachten, waren die Zuhörer berührt von der Vitalität dieser Lieder .
Musikalische EinflüsseDa das jüdische Volk in der ganzen Welt verstreut lebt, weist die Klezmermusik viele musikalische Traditionen auf. Schon
immer spielten die Klezmorim
auch mit nicht jüdischen Musikern zusammen, so bereicherten sich
die Musikstile gegenseitig. Dimitri Schostakowitsch sagt über Klezmer: "...diese Musik ist so facettenreich - sie kann fröhlich erscheinen und gleichzeitig tief traurig sein - fast immer ist es ein Lachen durch Tränen." Wir schätzen an dieser Musik ihre tiefe Menschlichkeit, ihre Vitalität, das "Dennoch, Trotzdem" - eine musikalische Sprache, die durch ihre Emotionalität von allem Menschen verstanden wird. Johanna Schmidt Für alle, die sich ausführlicher über Klezmermusik informieren wollen: Rita Ottens, Joel Rubin: Klezmer-Musik, Bärenreiter, 1999
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